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Im modernen Männergolf dominiert häufig die pure Länge. Viele Plätze werden von den besten Spielern der Welt inzwischen regelrecht auseinander genommen. Drives von über 320 Metern sind auf der PGA Tour längst keine Seltenheit mehr.
Im Damen-Golf sieht das oft anders aus – und genau deshalb empfinden viele Fans Frauen-Golf sogar als taktisch interessanter.
Weil die Spielerinnen nicht jeden Platz einfach overpowern können, wird Strategie deutlich wichtiger. Jede Entscheidung auf dem Platz hat größere Bedeutung.
Soll eine Spielerin aggressiv angreifen oder lieber sicher spielen? Soll sie das Grün direkt attackieren oder lieber einen leichteren Pitch wählen? Soll sie Risiko eingehen oder ein Par akzeptieren?
Genau diese taktischen Entscheidungen machen viele Turniere extrem spannend.
Hinzu kommt, dass Damen-Golf oft abwechslungsreicher wirkt. Unterschiedliche Schlagformen, Flugkurven und Spielweisen fallen stärker auf als im Männerbereich.
Viele Amateurspieler profitieren außerdem davon, Frauen-Golf zu schauen. Die Schlagweiten sind realistischer vergleichbar und viele technische Bewegungen wirken kontrollierter.
Golftrainer empfehlen deshalb häufig, sich Schwünge von LPGA-Spielerinnen anzusehen. Besonders Rhythmus, Balance und Timing gelten im Frauen-Golf oft als herausragend.
Auch Course Management spielt eine viel größere Rolle. Spielerinnen müssen häufig kreativer agieren und verschiedene Wege finden, einen Platz zu spielen.
Gerade bei schwierigen Bedingungen zeigt sich das besonders deutlich. Wind, schnelle Grüns oder enge Fairways führen oft dazu, dass Strategie wichtiger wird als reine Power.
Deshalb sagen viele Golf-Fans nach ihrem ersten Damen-Turnier: Frauen-Golf ist vielleicht nicht immer länger – aber oft taktisch spannender.