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Die sorgen aktuell auf dem Nord Course der Green Eagle Golf Courses bei Hamburg für Begeisterung im deutschen Golfsport. Beim einzigen Turnier der Ladies European Tour auf deutschem Boden präsentieren sich die heimischen Spielerinnen bislang in beeindruckender Form – allen voran Esther Henseleit und Leonie Harm.
Schon zum Auftakt setzte Leonie Harm ein echtes Ausrufezeichen. Die Stuttgarterin spielte eine bogeyfreie 65er-Runde und stellte damit gleichzeitig einen neuen Platzrekord auf dem berüchtigten „Green Monster“-Kurs auf. Mit acht Birdies ohne Schlagverlust setzte sie sich zunächst an die Spitze des Leaderboards.
Doch die Konkurrenz aus dem eigenen Land ließ nicht lange auf sich warten. Olympia-Silbermedaillengewinnerin Esther Henseleit spielte eine starke 66 und lag nach dem ersten Tag nur einen Schlag hinter Harm. Auch Laura Fünfstück, Helen Briem, Alexandra Försterling und Chiara Noja mischten früh in den Top Ten mit. Zeitweise befanden sich gleich sechs deutsche Spielerinnen unter den besten Zehn des Turniers – ein außergewöhnliches Bild auf der Ladies European Tour.
Nach der zweiten Runde hat nun Esther Henseleit die alleinige Führung übernommen. Die Hamburgerin spielte bei deutlich schwierigeren Bedingungen eine solide 71 und geht mit insgesamt neun unter Par als Spitzenreiterin ins Wochenende. Besonders bemerkenswert: Trotz stärkerem Wind blieb sie konstant und zeigte auf dem anspruchsvollen Platz enorme Kontrolle.
Hinter Henseleit bleibt das Feld eng zusammen. Chiara Noja liegt aussichtsreich auf Rang drei, während Leonie Harm und Titelverteidigerin Alexandra Försterling ebenfalls weiterhin in Schlagdistanz bleiben. Insgesamt befinden sich mehrere deutsche Spielerinnen in hervorragender Position vor den entscheidenden Finalrunden.
Der Austragungsort trägt seinen Spitznamen „Green Monster“ nicht ohne Grund. Der Nord Course der Green Eagle Golf Courses zählt zu den schwierigsten Golfplätzen Europas. Wasserhindernisse an 17 Löchern, enorme Länge und häufig wechselnde Windbedingungen machen den Kurs selbst für Weltklassespielerinnen zu einer echten Herausforderung. Genau deshalb werden die bisherigen Leistungen der deutschen Spielerinnen in der internationalen Golfszene besonders hoch bewertet.
Das Turnier besitzt inzwischen große Bedeutung für den deutschen Frauengolfsport. Seit 2022 ist das Amundi German Masters das wichtigste LET-Event in Deutschland und lockt regelmäßig internationale Spitzenspielerinnen an. In diesem Jahr kämpfen 132 Golferinnen um ein Preisgeld von insgesamt 350.000 Euro.
Besonders im Fokus steht Esther Henseleit. Die deutsche Topspielerin gehört seit ihrer Silbermedaille bei den Olympischen Spielen von Paris zu den bekanntesten Gesichtern des europäischen Frauengolfs. Ein Sieg beim Heimturnier in Hamburg wäre einer der größten Erfolge ihrer bisherigen Karriere und würde den deutschen Golffans ein perfektes Wochenende bescheren.
Doch auch Leonie Harm bleibt eine ernsthafte Kandidatin auf den Titel. Die 28-Jährige hatte bereits 2022 beim Amundi German Masters den zweiten Platz erreicht und zeigt erneut, dass ihr der schwierige Kurs in Green Eagle besonders liegt.
Die Voraussetzungen für ein spannendes Finalwochenende könnten also kaum besser sein: starke deutsche Leistungen, ein herausfordernder Platz und ein enges Leaderboard versprechen hochklassigen Golfsport bis zum letzten Putt.