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Nach zwei Runden beim AT&T Byron Nelson 2026 im TPC Craig Ranch ist das Bild aus deutscher Sicht durchwachsen. Während einzelne Spieler solide Leistungen zeigen und sich im Mittelfeld halten, müssen andere bereits um den Cut und eine bessere Platzierung kämpfen.
Das Turnier in Texas bleibt dabei typisch für den Kurs: extrem niedrige Scores, viele Birdies und kaum Raum für Fehler. Wer nicht konstant unter Par spielt, verliert schnell den Anschluss.
Der aktuell stärkste deutsche Akteur ist erneut Stephan Jäger.
Mit Runden im Bereich um -3 bis -7 über die ersten Tage hat er sich stabil im Feld gehalten und gehört weiterhin zu den Spielern, die realistische Chancen auf ein gutes Wochenende haben.
Jäger zeigt dabei vor allem seine bekannte Stärke:
ruhiges Course Management
gute Par-5-Ausbeute
kaum unnötige Fehler
Gerade auf einem Platz wie TPC Craig Ranch ist genau diese Stabilität entscheidend, um in der Flut an tiefen Scores mitzuhalten.
Matti Schmid zeigt phasenweise gutes Scoring, hat aber noch nicht durchgehend die nötige Konstanz gefunden.
Er pendelt zwischen starken Birdie-Serien und einzelnen Schlagverlusten, was ihn im Mittelfeld des Leaderboards hält. Zwar ist das Wochenende noch erreichbar, doch Schmid wird in den kommenden Löchern vor allem eines brauchen: eine fehlerfreie Phase über mehrere Bahnen hinweg.
Sein Vorteil bleibt das aggressive Spiel mit dem Eisen, das auf diesem Platz jederzeit zu schnellen Sprüngen im Ranking führen kann.
Jeremy Paul steht vor der schwierigsten Ausgangslage der deutschen Spieler.
Er hat zwar einzelne gute Stretchs gezeigt, aber zu viele Bogeys verhindern bislang eine komfortable Position. Für ihn geht es im Wesentlichen darum, die zweite Runde sauber zu Ende zu bringen und überhaupt noch eine Chance auf das Wochenende zu wahren.
Der Cut beim Byron Nelson ist traditionell niedrig – aber die enorme Birdie-Rate im Feld macht jede Schwäche sofort teuer.
Der TPC Craig Ranch ist einer der scorefreundlichsten Plätze der PGA Tour, doch genau das erzeugt zusätzlichen Druck.
Typische Faktoren:
Par reicht selten aus
Fehler werden sofort bestraft
Top 20 liegen oft bei zweistelligen Unter-Par-Scores
Das bedeutet für alle Spieler – auch für die Deutschen – dass konservatives Golf kaum eine Option ist. Wer nicht aktiv Birdies spielt, rutscht automatisch zurück.
Die deutschen Spieler gehen mit unterschiedlichen Vorzeichen ins mögliche Wochenende beim AT&T Byron Nelson.
Stephan Jäger ist klar auf Kurs und bleibt der konstante Hoffnungsträger. Matti Schmid hat noch alle Chancen, muss aber konstanter scoren. Jeremy Paul steht dagegen unter Druck und braucht eine nahezu fehlerfreie Schlussphase.
In einem Turnier, das von extrem tiefen Scores geprägt ist, entscheidet am Ende nicht nur die Form – sondern vor allem die Fähigkeit, Birdies in Serie zu produzieren.