
Debby Wong / Shutterstock.com
Nur wenige Turniere auf der PGA Tour stehen so sehr für klassische Golftradition wie die Charles Schwab Challenge. Vom 28. bis 31. Mai 2026 kehrt die Tour erneut in den legendären Colonial Country Club nach Fort Worth, Texas zurück.
Mit einem Preisgeld von 9,9 Millionen Dollar gehört das Event zu den prestigeträchtigsten regulären Turnieren des Jahres. Gleichzeitig gilt Colonial als einer der Plätze, der auch in der modernen Power-Golf-Ära weiterhin klassische Fähigkeiten belohnt.
Während viele moderne PGA-Tour-Plätze immer länger werden, setzt Colonial weiterhin auf Präzision statt reine Schlagweite.
Der Kurs verlangt vor allem:
präzises Eisenspiel
kontrollierte Abschläge
starkes Course Management
sichere Putts auf schnellen Grüns
Besonders berüchtigt bleibt die berühmte:
“Horrible Horseshoe”
Die Löcher 3 bis 5 zählen traditionell zu den schwierigsten Passagen des gesamten Turniers und entscheiden häufig früh über Momentum und Selbstvertrauen.
Auch 2026 reisen zahlreiche große Namen nach Texas.
Zu den prominentesten Spielern gehören:
Vor allem Åberg dürfte auf diesem Kurs besonders interessant werden. Der Schwede verbindet Länge mit außergewöhnlicher Präzision – genau die Kombination, die in Colonial oft entscheidend ist.
Nach starken Auftritten in den vergangenen Wochen zählt:
Justin Thomas
klar zu den heißesten Kandidaten auf den Titel.
Seine Stärken passen ideal zum Colonial Country Club:
kontrollierte Eisen
starkes Kurzspiel
Erfahrung auf schwierigen Layouts
Gerade auf klassischen Kursen zeigt Thomas regelmäßig sein bestes Golf.
Für einige bekannte Namen könnte das Turnier besonders wichtig werden.
Fowler zeigte zuletzt verbesserte Form und braucht weiterhin starke Ergebnisse, um sich dauerhaft in den oberen Regionen der PGA Tour festzusetzen.
Auch Homa steht unter Beobachtung. Nach wechselhaften Wochen hofft er auf ein starkes Ergebnis auf einem Kurs, der eigentlich gut zu seinem Spiel passt.
Aus deutscher Sicht liegt der Fokus erneut auf:
Stephan Jäger
Der Deutsche reist mit solidem Momentum nach Texas und könnte auf einem strategischen Kurs durchaus überraschen.
Besonders wichtig für Jäger werden:
präzise Drives
stabile Annäherungen
konstante Birdie-Chancen aus mittlerer Distanz
Colonial ist traditionell ein Platz, auf dem intelligente Spieler oft besser abschneiden als reine Longhitter – ein Vorteil für Jäger.
Die Charles Schwab Challenge gehört zu den traditionsreichsten Stopps der PGA Tour.
Legendäre Sieger des Turniers:
Ben Hogan
Phil Mickelson
Zach Johnson
Kevin Na
Colonial wird dabei oft als einer der letzten „Old-School“-Kurse der PGA Tour bezeichnet – ein Platz, auf dem Geduld und taktisches Golf wichtiger bleiben als rohe Power.
Frühe Wetterprognosen deuten darauf hin, dass Wind erneut eine große Rolle spielen könnte.
Das würde bedeuten:
weniger extrem tiefe Scores
mehr Bedeutung für Genauigkeit
größere Gefahr von Fehlern auf den Back Nine
Historisch gewinnen in Colonial oft Spieler im Bereich zwischen -10 und -15 – deutlich höher als bei vielen modernen Birdie-Festivals.
Die Charles Schwab Challenge 2026 verspricht erneut ein echtes Kontrastprogramm innerhalb der PGA Tour.
Kein reines Power-Golf, keine extrem niedrigen Scores – stattdessen wartet mit dem Colonial Country Club einer der strategischsten und traditionsreichsten Plätze des Jahres.
Mit Stars wie Justin Thomas, Ludvig Åberg, Hideki Matsuyama und Tony Finau ist das Feld hochklassig besetzt. Gleichzeitig könnte der Kurs erneut einem präzisen Außenseiter die Tür zu einem großen Sieg öffnen.