
München Eichenried, 4. Juli 2026 – Der Samstag bei den BMW International Open machte seinem Ruf als berüchtigter „Moving Day“ alle Ehre. Vor den Toren Münchens wirbelte der dritte Turniertag das Leaderboard im Golfclub München Eichenried kräftig durcheinander. Während ein lokaler Matador mit einer Traumrunde die Clubhaus-Führung an sich riss, erlebte die US-amerikanische Social-Media-Sensation Brad Dalke nach seinem furiosen Vortag die gnadenlose Kehrseite des europäischen Spitzen-Golfsports.

Nach dem bitteren Missen des Cuts von deutschen Fan-Lieblingen wie Martin Kaymer und Marcel Siem am Freitag lechzte das Münchener Publikum nach einer neuen Heimgeschichte – und Thomas Rosenmüller lieferte.
Der 29-jährige gebürtige Münchener startete mit Runden von 69 und 71 Schlägen eher unauffällig ins Wochenende, brannte am Samstag jedoch ein wahres Feuerwerk ab:
Mit einem Gesamtscore von 11 unter Par setzte er im Clubhaus die absolute Bestmarke des Nachmittags und setzte die noch auf dem Platz befindliche Konkurrenz – wie den Südafrikaner Hennie du Plessis sowie Michael Hollick und Carlos Ortiz – mächtig unter Druck.

Nachdem sich Brad Dalke am Freitag mit einer sensationellen 66er-Runde auf den geteilten zweiten Platz (T2) katapultiert hatte, stand er am Samstag im absoluten Rampenlicht. Die Scheinwerfer waren auf den YouTube-Star gerichtet, und die Erwartungen der Fans im Golfclub München Eichenried waren riesig. Doch der „Moving Day“ verzeiht keine Fehler.

Am Samstag drehte der Wind über dem Kurs in Eichenried auf. Die Fahnenpositionen waren gewohnt knifflig gesteckt, und die Grüns präsentierten sich durch die sommerlichen Temperaturen deutlich schneller und härter als an den Vortagen. Bedingungen, die feinstes strategisches Golf verlangen.

Dalke, der ohne den wöchentlichen Turnierrhythmus der Tour-Professionals nach München gereist war, merkte man den mentalen und physischen Tribut der letzten Tage an.
„Das ist Golf auf diesem Niveau. Wenn du nur ein paar Prozent nachlässt, frisst dich der Platz auf. Es war ein harter Kampf da draußen, aber eine unglaubliche Lehrstunde für mich“, bilanzierte Dalke gefasst, aber sichtlich erschöpft nach der Runde.

Hinter dem furiosen Thomas Rosenmüller und dem schlaggleichen Hennie du Plessis lauerte die Konkurrenz dicht gedrängt. Spieler wie Michael Hollick, Jack Senior und Carlos Ortiz gingen mit nur einem Schlag Rückstand (10 unter Par) in Schlagdistanz.
Da für den Finalsonntag bereits lokale Gewitterwarnungen für den Nachmittag angekündigt wurden, entschieden die Verantwortlichen, die Finalrunde am Sonntag extrem früh (ab 08:10 Uhr) von zwei Tees in Dreier-Groups starten zu lassen. Die Kulisse für einen dramatischen Showdown in München war nach diesem ereignisreichen Samstag perfekt bereitet.