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Drama am „Moving Day“: Thomas Rosenmüller stürmt an die Spitze, während Eichenried Brad Dalke fordert

5.7.2026von Nico Beaucamp
Drama am „Moving Day“: Thomas Rosenmüller stürmt an die Spitze, während Eichenried Brad Dalke fordert

München Eichenried, 4. Juli 2026 – Der Samstag bei den BMW International Open machte seinem Ruf als berüchtigter „Moving Day“ alle Ehre. Vor den Toren Münchens wirbelte der dritte Turniertag das Leaderboard im Golfclub München Eichenried kräftig durcheinander. Während ein lokaler Matador mit einer Traumrunde die Clubhaus-Führung an sich riss, erlebte die US-amerikanische Social-Media-Sensation Brad Dalke nach seinem furiosen Vortag die gnadenlose Kehrseite des europäischen Spitzen-Golfsports.

Die Rosenmüller-Gala: Aus dem Mittelfeld an die Spitze

Nach dem bitteren Missen des Cuts von deutschen Fan-Lieblingen wie Martin Kaymer und Marcel Siem am Freitag lechzte das Münchener Publikum nach einer neuen Heimgeschichte – und Thomas Rosenmüller lieferte.

Der 29-jährige gebürtige Münchener startete mit Runden von 69 und 71 Schlägen eher unauffällig ins Wochenende, brannte am Samstag jedoch ein wahres Feuerwerk ab:

  • Der Fehlstart: Dabei begann der Tag denkbar ungünstig. Rosenmüller musste direkt an der 1 ein Bogey auf der Scorekarte notieren.
  • Die Wende: Unbeeindruckt fand er sofort seinen Rhythmus. Birdies an der 2, 7 und 9 glichen ein weiteres Bogey an Loch 8 mehr als aus. Mit einem Score von unter Par ging es auf die Back Nine.
  • Der Rausch auf den letzten Neun: Auf den zweiten neun Löchern spielte sich der Lokalmatador in einen Rausch. Mit präzisen Annäherungsschlägen erarbeitete er sich Chance um Chance und unterschrieb schlussendlich eine überragende 65er-Runde (-7).

Mit einem Gesamtscore von 11 unter Par setzte er im Clubhaus die absolute Bestmarke des Nachmittags und setzte die noch auf dem Platz befindliche Konkurrenz – wie den Südafrikaner Hennie du Plessis sowie Michael Hollick und Carlos Ortiz – mächtig unter Druck.

Der Kampf des Brad Dalke: Wenn Eichenried die Zähne zeigt

Nachdem sich Brad Dalke am Freitag mit einer sensationellen 66er-Runde auf den geteilten zweiten Platz (T2) katapultiert hatte, stand er am Samstag im absoluten Rampenlicht. Die Scheinwerfer waren auf den YouTube-Star gerichtet, und die Erwartungen der Fans im Golfclub München Eichenried waren riesig. Doch der „Moving Day“ verzeiht keine Fehler.

Der tückische Wind und schwere Bedingungen

Am Samstag drehte der Wind über dem Kurs in Eichenried auf. Die Fahnenpositionen waren gewohnt knifflig gesteckt, und die Grüns präsentierten sich durch die sommerlichen Temperaturen deutlich schneller und härter als an den Vortagen. Bedingungen, die feinstes strategisches Golf verlangen.

Der Verlauf von Dalkes dritter Runde

Dalke, der ohne den wöchentlichen Turnierrhythmus der Tour-Professionals nach München gereist war, merkte man den mentalen und physischen Tribut der letzten Tage an.

  • Der Verlust des Momentums: Anders als am Freitag, als fast jeder lange Putt den Weg ins Loch fand, verließ Dalke am Samstag das nötige Quäntchen Glück auf den Grüns. Mehrere machbare Par-Putts lippten unglücklich aus.
  • Die Fehler bestraft: Eichenried bestraft verpasste Fairways sofort. Wenn die Drives nicht präzise saßen, fand sich Dalke im dichten bayerischen Rough wieder, was kontrollierte Schläge aufs Grün nahezu unmöglich machte.
  • Das bittere Tagesergebnis: Am Ende des Tages stand für den Amerikaner eine 75er-Runde (+3) zu Buche. Ein herber Rückschlag, der ihn vom geteilten zweiten Platz im dicht gedrängten Feld nach hinten durchreichte.
„Das ist Golf auf diesem Niveau. Wenn du nur ein paar Prozent nachlässt, frisst dich der Platz auf. Es war ein harter Kampf da draußen, aber eine unglaubliche Lehrstunde für mich“, bilanzierte Dalke gefasst, aber sichtlich erschöpft nach der Runde.

Hochspannung vor dem Finale

Hinter dem furiosen Thomas Rosenmüller und dem schlaggleichen Hennie du Plessis lauerte die Konkurrenz dicht gedrängt. Spieler wie Michael Hollick, Jack Senior und Carlos Ortiz gingen mit nur einem Schlag Rückstand (10 unter Par) in Schlagdistanz.

Da für den Finalsonntag bereits lokale Gewitterwarnungen für den Nachmittag angekündigt wurden, entschieden die Verantwortlichen, die Finalrunde am Sonntag extrem früh (ab 08:10 Uhr) von zwei Tees in Dreier-Groups starten zu lassen. Die Kulisse für einen dramatischen Showdown in München war nach diesem ereignisreichen Samstag perfekt bereitet.

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