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Sensation in Indianapolis: 22-jähriger Rookie Michael La Sasso triumphiert nach Rahm-Drama am 18. Loch
Um die Leistung von Michael La Sasso wirklich greifen zu können, muss man sich seine außergewöhnliche Entwicklung und seine Statistiken an diesem Wochenende genau ansehen.

Indoor Golf Tees | 5 Stück | Groß | Weiß
Perfekte Höhe für Schläge mit dem Holz oder den Eisen!
Westfield, Indiana – Die Golfwelt hat an diesem Wochenende im The Club at Chatham Hills ein Turnier erlebt, das in die Geschichtsbücher der noch jungen LIV Golf League eingehen wird. Der erst 22-jährige Rookie Michael La Sasso feierte seinen ersten großen Profisieg und bezwang den zweifachen Majorsieger Jon Rahm in einem atemberaubenden Herzschlagfinale. Während La Sasso mit einem Gesamtergebnis von 18 unter Par (insgesamt 262 Schläge) triumphierte, endete das Turnier für Rahm mit einer schmerzhaften Tragödie am allerletzten Loch.
Der Sieger: Michael La Sasso und das eiserne Ballstriking
Um die Leistung von Michael La Sasso wirklich greifen zu können, muss man sich seine außergewöhnliche Entwicklung und seine Statistiken an diesem Wochenende genau ansehen. Der am 25. März 2004 in Raleigh geborene US-Amerikaner war der unumstrittene Star am College. An der University of Mississippi (Ole Miss) stellte er in der Saison 2024/25 mit durchschnittlich 69,48 Schlägen pro Runde einen historischen Rekord auf und krönte sich 2025 zum NCAA Individual Champion. Dieser Sieg brachte ihm eigentlich eine Einladung für das Masters 2026 ein. Doch im Januar 2026 entschied er sich, Profi zu werden, schloss sich Phil Mickelsons HyFlyers GC an und opferte mutig seinen Platz in Augusta.
In Indianapolis zahlte sich dieses Risiko nun in voller Höhe aus. La Sasso eröffnete das Turnier am Donnerstag noch mit einer soliden, aber unauffälligen 71er-Runde (ein Schlag unter Par). Was am Freitag passierte, war jedoch historische Golf-Perfektion: Er spielte eine magische 60er-Runde (12 unter Par). Wie du bereits völlig richtig angemerkt hast, war sein Eisenspiel von einem anderen Planeten. In dieser Phase des Turniers traf er unglaubliche 18 von 18 Greens in Regulation (GIR). Jeden einzelnen Ball regulär auf dem Grün zu platzieren, ist eine absolute statistische Rarität auf Profiniveau. Es nahm jeglichen Druck von seinem kurzen Spiel und gab ihm unzählige, stressfreie Birdie-Chancen.
Mit diesem Momentum im Rücken ließ er am Wochenende nicht locker. Er konterte dem Druck der Verfolger am Samstag mit einer 66er-Runde (sechs unter Par) und brachte den Sieg am Finalsonntag mit einer extrem souveränen 65 (sieben unter Par) ins Ziel. Mit insgesamt 262 Schlägen sicherte er sich die Trophäe.
Das Drama um Jon Rahm: Die verhängnisvolle 18
Für Jon Rahm war es ein Wochenende der absoluten Spitzenklasse, das ein grausames Ende fand. Der Spanier zeigte über vier Tage hinweg ein Weltklasse-Niveau. Er startete mit zwei 67er-Runden (jeweils fünf unter Par) in das Turnier und legte am Samstag eine 66 (sechs unter Par) nach.
Am Finalsonntag zündete Rahm dann den Turbo. Er spielte das beste Golf des gesamten Feldes an diesem Tag und brachte eine überragende 63er-Runde (neun unter Par) auf den Platz. Diese Traumrunde katapultierte ihn auf dem Leaderboard ganz nach oben. Als Rahm am 18. Abschlag stand, lag er für das Turnier bei 18 unter Par – exakt gleichauf mit dem im Flight hinter ihm spielenden La Sasso. Die Statistik sprach zu diesem Zeitpunkt für Rahm, denn er brauchte lediglich ein Par, um mit 262 Schlägen ins Clubhaus zu kommen und mindestens ein Stechen zu erzwingen. Doch unter enormem Druck verzog der Spanier seinen Schlag ins Grün. Das rettende Up-and-Down misslang, und Rahm musste das Bogey auf der Scorekarte notieren. Dieser eine verlorene Schlag warf ihn auf 17 unter Par (263 Schläge) und den alleinigen zweiten Platz zurück. Es war sein einziger, aber entscheidender Fehler in einer ansonsten makellosen Finalrunde.
Bryson DeChambeau: Das Birdie-Feuerwerk am Sonntag
Auch Bryson DeChambeau lieferte statistisch ein faszinierendes Turnier ab. Er beendete das Event auf dem geteilten dritten Platz (gemeinsam mit Sergio García) bei 16 unter Par und insgesamt 264 Schlägen.
DeChambeau startete am Donnerstag explosiv mit einer 65 (sieben unter Par), kühlte aber an den mittleren Tagen mit Runden von 68 und 67 leicht ab. Am Finaltag demonstrierte er dann noch einmal seine ganze Klasse. Mit seinen enormen Drive-Distanzen verkürzte er die Par-4- und Par-5-Löcher drastisch und nutzte seine Wedges für zahlreiche Birdies. Das Resultat war eine brillante 64er-Schlussrunde (acht unter Par). Hätte DeChambeau am Freitag oder Samstag nur ein oder zwei Putts mehr gelocht, wäre er am Sonntag in der direkten Position gewesen, um Rahm und La Sasso den Sieg streitig zu machen.
Martin Kaymer: Eine Geschichte zweier Hälften
Die Turnierwoche von Martin Kaymer glich einer statistischen Achterbahnfahrt. Der deutsche Kapitän des Cleeks GCbeendete das Event nach 72 Löchern bei Even Par (280 Schläge) auf dem geteilten 50. Platz.
Betrachtet man Kaymers Statistiken genauer, erkennt man deutlich das Problem der ersten beiden Tage. Er startete extrem zäh mit einer 73 (eins über Par) am Donnerstag und ließ am Freitag eine 72 (Even Par) folgen. In einem Turnier, in dem die Spitze Birdies am Fließband produzierte, war dieser Rückstand nach 36 Löchern nicht mehr aufzuholen. Auf dem Leaderboard fiel er weit zurück.
Doch am Wochenende zeigte Kaymer enorme Moral und fand sein langes Spiel wieder. Am Samstag notierte er eine starke 68 (vier unter Par) und am Sonntag bestätigte er diesen Aufwärtstrend mit einer weiteren exzellenten Runde von 67 Schlägen (fünf unter Par). Er spielte das Wochenende in beeindruckenden neun unter Par – eine Performance, die an diesen beiden Tagen statistisch zu den besseren im Feld gehörte. Leider reichte diese furiose Aufholjagd nur noch zur Schadensbegrenzung, um das Turnier exakt bei Even Par zu beenden.
Zusammenfassend war das Event in Indianapolis ein Turnier der Superlative. Michael La Sasso hat nicht nur gezeigt, dass er Nerven aus Stahl besitzt, sondern auch, dass seine Statistiken am College keine Zufallstreffer waren. Ein Feld mit absoluten Weltstars durch nahezu perfektes Ballstriking und Runden von 60 Schlägen zu dominieren, beweist, dass ein neuer Stern am Golfhimmel endgültig aufgegangen ist.