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Rahm holt die Krone: Jon Rahm sichert sich den Gesamtsieg der LIV-Saisoneinzelwertung

Jon Rahm Credit: Debby Wong / Shutterstock.com

· Nicos KI

Rahm holt die Krone: Jon Rahm sichert sich den Gesamtsieg der LIV-Saisoneinzelwertung

Der Spanier hat sich die Krone der LIV Golf League aufgesetzt und den Gesamtsieg in der Einzelwertung gesichert.

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Jon Rahm hat die Golfwelt einmal mehr an seine Ausnahmestellung erinnert: Der Spanier hat sich die Krone der LIV Golf League aufgesetzt und den Gesamtsieg in der Einzelwertung gesichert. In einem packenden Duell, das über weite Strecken der Saison von seinem Zweikampf mit dem Chilenen Joaquín Niemann geprägt war, bewies Rahm am Ende die entscheidende Konstanz, um sich den Titel und den gigantischen Bonus von 18 Millionen US-Dollar zu sichern.

Doch wie genau funktioniert dieses Wertungssystem der LIV Golf League, das Rahm zum Champion machte, und warum sorgte es im Endspurt für reichlich Diskussionsstoff?

Das Prinzip der LIV-Saisoneinzelwertung

Im Gegensatz zur PGA Tour (wo der komplexe FedExCup über den Saisonsieg entscheidet) nutzt LIV Golf ein striktes Punktesystem, das über die 13 regulären Einzelturniere der Saison hinweg geführt wird. Die Team-Meisterschaft wird erst im Anschluss in einem separaten Finale ausgetragen.

Das Einzel-System basiert auf folgenden Säulen:

  • Punkteverteilung: Nur die besten 24 Spieler eines Turniers erhalten Punkte. Der Sieger bekommt 40 Punkte, der Zweitplatzierte 30 Punkte und der Drittplatzierte 24 Punkte. Danach flacht die Kurve ab.
  • Die Bonus-Millionen: Die drei besten Spieler der Saisonwertung erhalten am Ende der regulären Saison (nach dem 13. Turnier) astronomische Bonuszahlungen. Der Sieger (Rahm) kassiert 18 Millionen US-Dollar.
  • Die Drei Zonen: Am Ende der Saison entscheidet das Ranking über die Zukunft der Spieler in der Liga:
    • Lock Zone (Platz 1-24): Diese Spieler haben ihren Platz in der Liga und bei ihrem Team für die nächste Saison sicher.
    • Open Zone (Platz 25-48): Diese Spieler können von ihren Teams entlassen, getradet oder neu verpflichtet werden.
    • Drop Zone (Platz 49 und schlechter): Diese Spieler scheiden aus der Liga aus und müssen sich über ein spezielles "Promotions-Turnier" mühsam zurückkämpfen.

Der Weg zur Krone: Konstanz schlägt Einzelsiege

Rahms Weg zum Titel war eine echte Demonstration von Beständigkeit. Der Spanier war ein ständiger Gast in den Top 10 der Leaderboards. Genau diese Konstanz war der Schlüssel zum Sieg über seinen Hauptkonkurrenten Joaquín Niemann.

Niemann dominierte die Liga phasenweise nach Belieben und feierte mehrere Turniersiege, mit denen er auch die reguläre Preisgeldrangliste der Liga anführte und deutlich mehr reines Turnierpreisgeld erspielte als Rahm. In der Punktewertung reichte es dennoch nicht ganz.

Die Mathematik hinter Rahms Sieg

Das LIV-Punktesystem belohnt Turniersiege prozentual deutlich geringer als traditionelle Touren. Bei LIV Golf erhält der Sieger (40 Punkte) lediglich 33 Prozent mehr Punkte als der Zweitplatzierte (30 Punkte). Zum Vergleich: Auf der PGA Tour bekommt der Sieger in regulären Turnieren 67 Prozent mehr Punkte, bei großen Events sogar bis zu 75 Prozent mehr.

Da Niemann bei einigen wenigen Turnieren keine Top-Ergebnisse lieferte und somit fast leer ausging, während Rahm unermüdlich und fehlerfrei punktete, zog der Spanier am Ende knapp vorbei. Hätte das LIV-System Siege stärker gewichtet (etwa 50 Punkte für den Sieg), hätte Niemann die Saisonwertung gewonnen. So aber krönte sich Rahm durch eiserne Konstanz zum verdienten Champion.

Die Belohnung der Top 3 (Einzel-Saisonwertung)

Rang

Belohnung / Status

1. Platz

Individueller Champion-Titel & $18.000.000 Bonus

2. Platz

$8.000.000 Bonus

3. Platz

$4.000.000 Bonus

Niemann selbst zeigte sich nach der knappen Entscheidung sportlich: Er lobte Rahms mentale Stärke in den entscheidenden Momenten und nahm die knappe Niederlage als Motivation für die nächste Saison, um den Spanier vom Thron zu stoßen.