
Das ultimative Kompendium zu Royal Birkdale: Geschichte, Architektur und das Herz des Links-Golfs
Der Royal Birkdale Golf Club in Southport an der nordwestlichen Küste Englands ist nicht einfach nur ein Golfplatz.

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Der Royal Birkdale Golf Club in Southport an der nordwestlichen Küste Englands ist nicht einfach nur ein Golfplatz. Er ist eine Kathedrale des Sports, ein architektonisches Meisterwerk und für viele Experten der absolut beste, fairste und zugleich unerbittlichste Links-Kurs auf den britischen Inseln.
Dieses umfassende Kompendium beleuchtet jede Facette dieses legendären Clubs – von seinen historischen Wurzeln über die Magie des Art-déco-Clubhauses bis hin zu einer detaillierten Loch-für-Loch-Analyse.
1. Die Chronik eines Mythos: Von 1889 zum „Royal“-Status
Die Geschichte von Royal Birkdale begann im Jahr 1889, als sich eine Gruppe von Golf-Enthusiasten in Southport formierte, um den Birkdale Golf Club zu gründen. Der ursprüngliche Platz lag auf einem gepachteten Gelände an der Bedford Road. Doch schon bald wurde klar, dass die expandierende Stadt und der Wunsch nach einem anspruchsvolleren Layout einen Umzug erforderten.
- 1897: Der Umzug in die Dünen: Der Club zog auf das heutige Gelände in den imposanten Dünen von Birkdale um.
- 1951: Der königliche Ritterschlag: Nach Jahrzehnten exzellenter Clubführung, der Austragung bedeutender nationaler Turniere und einer stetig wachsenden Reputation verlieh König Georg VI. dem Club im Jahr 1951 das Privileg, den Titel „Royal“ zu tragen. Es war eine Anerkennung für die sportliche und gesellschaftliche Bedeutung, die Birkdale im britischen Golf eingenommen hatte.
2. Das Geschenk der Natur: Die Dünenlandschaft von Southport
Um zu verstehen, warum Royal Birkdale so einzigartig ist, muss man die Geologie der Küste von Lancashire betrachten. Die Dünenlandschaft von Southport entstand über Jahrtausende durch das Zusammenspiel von der Irischen See, den Gezeiten und starken Westwinden, die feine Sandmassen landeinwärts trieben.
Warum dieses Terrain perfekt für Links-Golf ist:
- Sandiger Untergrund: Der Boden besteht fast ausschließlich aus Sand. Dies sorgt für eine exzellente Drainage. Selbst nach sintflutartigen Regenfällen trocknet der Platz in kürzester Zeit ab, und der Boden bleibt extrem hart und schnell (firm and fast).
- Natürliche Amphitheater: Anders als auf flachen Links-Plätzen (wie z.B. St Andrews) sind die Dünen in Birkdale gigantisch. Sie ragen wie natürliche Wälle links und rechts der Spielbahnen empor. Das sorgt für eine spektakuläre Optik und schafft natürliche Zuschauertribünen für Hunderttausende Fans.
- Nährstoffarmer Boden: Auf diesem Sandboden gedeiht vor allem der Fescue-Rasen (Schwingelgras). Diese Grasart ist drahtig, benötigt kaum Wasser und erlaubt es, die Grüns und Fairways extrem hart und kurz zu mähen. Das typische "Rollen" des Balles wird hier maximiert.

3. Was einen echten Links Course ausmacht
Ein echter Links-Kurs – abgeleitet vom altenglischen Wort "hlinc" (was so viel wie Hügel oder ansteigendes Land bedeutet) – unterscheidet sich fundamental von den typischen Parkland-Plätzen, die man aus Kontinentaleuropa oder den USA kennt.
- Das Land zwischen Meer und Äcker: Linksland ist das unfruchtbare Küstenland, das für die Landwirtschaft unbrauchbar war und historisch oft nur Schafen als Weide diente.
- Keine Bäume: Ein klassischer Links-Kurs hat praktisch keinen Baumbestand. Der Wind fegt ungehindert über das Gelände.
- Bouncing und Rolling: Der Ball fliegt nicht nur, er reagiert auf den harten Boden. Ein kontrollierter, flacher Ballflug (Punch Shot) ist oft effektiver als ein hoher Schlag.
- Deep Pot Bunkers: Die Bunker wurden ursprünglich von Schafen gegraben, die Schutz vor dem Wind suchten. Heute sind es tief in den Boden eingelassene, oft mit senkrechten Graswänden (Sod-wall) versehene Fallen.
4. Die Evolution des Designs: Lowe, Hawtree und die Moderne
Das Layout von Royal Birkdale ist das Ergebnis einer über 130-jährigen Evolution durch einige der klügsten Köpfe der Golfplatzarchitektur.
- George Lowe (1897): Er legte das erste 9-Loch- und spätere 18-Loch-Layout fest. Seine Philosophie war simpel: Nutze die Täler, die die Natur vorgibt.
- F.G. Hawtree und J.H. Taylor (1930er Jahre): Sie verpassten dem Platz das Gesicht, das wir heute kennen. Ihr genialer Ansatz war es, die Fairways konsequent in den Tälern zwischen den Dünen verlaufen zu lassen, statt über sie hinweg. Dadurch schufen sie einen Platz, der trotz des hügeligen Terrains für die Spieler angenehm zu gehen ist und gleichzeitig optisch perfekt eingerahmt wirkt.
- Fred W. Hawtree (1960er/70er): Der Sohn von F.G. Hawtree modernisierte den Platz für die Open Championships der Neuzeit, baute neue Grüns und passte die Längen an.
- Martin Ebert (Mackenzie & Ebert): Für die Open Championship wurde das Architekturbüro mit einer behutsamen, aber tiefgreifenden Modernisierung beauftragt (siehe unten), um den Platz gegen die modernen Schläger- und Balltechnologien zu wappnen.

5. Das ikonische Art-déco-Clubhaus
Wer sich dem 18. Grün nähert, erblickt ein weißes, strahlendes Gebäude, das im Golfsport Seinesgleichen sucht. Das Clubhaus von Royal Birkdale, erbaut im Jahr 1935, ist ein Meisterwerk der Art-déco-Architektur.
Designed von dem lokalen Architekten George E. Tonge, sollte das Gebäude bewusst an die Linien eines luxuriösen Ozeandampfers erinnern, der durch die Sanddünen pflügt. Mit seinen runden Fenstern, den geschwungenen weißen Linien und den großen Aussichtsterrassen bietet es einen majestätischen Blick über den Platz. Es symbolisiert den Aufbruch in die Moderne und bricht radikal mit dem traditionellen, oft dunklen, viktorianischen Stil anderer britischer Edel-Clubs.
6. Warum Royal Birkdale als der fairste und härteste Open-Platz gilt
Unter den Profis gibt es ein geflügeltes Wort: "Birkdale yields what you deserve" (Birkdale gibt dir, was du verdienst). Der Platz gilt aus folgenden Gründen als der fairste aller Open-Plätze:
- Keine "Blinden Schläge": Auf fast jedem Loch kann der Spieler vom Abschlag aus genau sehen, wo die Gefahr lauert und wo das Fairway verläuft. Es gibt kaum blinde Schläge über Dünenkuppen hinweg, wie man sie beispielsweise in Ballybunion oder Prestwick findet.
- Flache Fairways: Da die Bahnen in den Tälern liegen, sind die Fairways vergleichsweise flach. Man bekommt selten die extrem unfairen, schiefen Lagen, bei denen ein perfekt getroffener Ball ohne eigenes Verschulden ins dicke Rough springt.
- Aber die Härte ist brutal: Wenn der Wind dreht, wird Birkdale zum Monster. Die Topfbunker sind strategisch so platziert, dass sie genau die Landezonen der besten Spieler der Welt kreuzen. Wer hier hineingerät, verliert fast immer einen Schlag, da oft nur das seitliche Heraushacken bleibt.
7. Loch-für-Loch: Die detaillierte 18-Bahnen-Analyse
Hinweis: Längenangaben basieren auf dem modifizierten Championship-Layout (Par 70, Gesamtlänge 7.223 Yards).
Bahn 1 – Par 4 – 450 Yards
„Einer der schwersten Eröffnungsabschläge im Golf.“ Ein langes Par 4, das direkt in den vorherrschenden Wind hineinführt. Das Fairway knickt leicht nach links ab. Wer hier zu weit nach links schlägt, landet im dicken Rough; zu weit rechts wartet eine massive Düne. Ein Par ist hier ein fantastischer Start.
Bahn 2 – Par 4 – 521 Yards
Ein extrem langes Par 4, das bei Gegenwind oft wie ein Par 5 gespielt werden muss. Das Fairway ist relativ breit, aber der Annäherungsschlag erfordert absolute Präzision auf ein von Dünen geschütztes Grün.
Bahn 3 – Par 4 – 452 Yards
Ein klassisches Links-Loch. Der Abschlag muss blind über eine kleine Kuppe platziert werden. Der zweite Schlag geht leicht bergauf auf ein erhöhtes Grün, das von tiefen Bunkern flankiert wird.
Bahn 4 – Par 3 – 203 Yards
Das erste Par 3 des Platzes. Es erfordert einen präzisen Schlag über ein tiefes Tal hinweg. Das Grün ist stark onduliert und wird von einem tiefen Kraterbunker auf der linken Seite bewacht.
Bahn 5 – Par 4 – 321 Yards
Das Risiko-Loch. Dieses kurze Par 4 wurde im Zuge der jüngsten Modernisierung verkürzt. Longhitter können das Grün direkt vom Abschlag angreifen (Drivable Par 4). Doch Vorsicht: Das Grün ist von einer Phalanx aus Bunkern und tückischem Gefälle umgeben. Hier ist vom Eagle bis zum Doppel-Bogey alles möglich.
Bahn 6 – Par 4 – 499 Yards
Ein brutales Dogleg nach rechts. Der Abschlag muss präzise links an den Bunkern vorbeigespielt werden, um einen freien Blick auf das stark erhöhte Grün zu haben. Ein langes Eisen oder gar ein Holz ist für den zweiten Schlag oft nötig.
Bahn 7 – Par 3 – 177 Yards
Ein wunderschönes, kürzeres Par 3. Das Grün ist jedoch winzig und wie ein umgedrehtes Untertassen-Profil geformt (Upside-down saucer). Bälle, die nicht exakt im Zentrum landen, rollen unweigerlich in die tiefen Bunker, die das Loch wie die Blätter einer Blume umgeben.
Bahn 8 – Par 4 – 458 Yards
Ein Dogleg nach links. Hier ist die Platzierung vom Tee alles. Wer die Kurve zu sehr abkürzen will, wird vom tiefen Rough verschlungen.
Bahn 9 – Par 4 – 416 Yards
Der Weg zurück zum Clubhaus. Der Abschlag führt durch ein enges Tal aus Dünen. Das Grün liegt direkt vor den Augen der Zuschauer auf der Clubhausterrasse.
Bahn 10 – Par 4 – 413 Yards
Die Back Nine beginnen mit einem scharfen Dogleg nach links. Die Spieler müssen sich entscheiden, wie viel sie von der Ecke abschneiden wollen. Das Grün ist extrem schmal und lang.
Bahn 11 – Par 4 – 436 Yards
Ein gerades Loch, das jedoch durch die verengte Landezone besticht. Zwei neue Fairwaybunker erzwingen hier höchste Präzision beim Abschlag.
Bahn 12 – Par 3 – 184 Yards
Eines der fotogensten Löcher. Das Grün liegt tief eingebettet in einem Kessel aus riesigen, mit Marram-Gras bewachsenen Dünen. Der Wind im Kessel wirbelt oft unvorhersehbar, was die Schlägerwahl zum Glücksspiel macht.
Bahn 13 – Par 4 – 499 Yards
Das "Spieth-Loch". Ein langes, gerades Par 4 mit einer der am schwersten zu treffenden Landezonen. Rechts lauern die Dünen, auf denen Jordan Spieth 2017 seinen Ball verlor. Das Grün ist extrem tief und schwer anzuspielen.
Bahn 14 – Par 5 – 602 Yards
Die neue Herausforderung. Ehemals die Bahn 15, wurde dieses Loch komplett umgestaltet und auf über 600 Yards verlängert. Als Par 5 ist es nun ein echter Drei-Schlag-Test für die meisten Spieler. Vier neue, extrem tiefe Topfbunker im Landebereich des zweiten Schlags machen das Lay-up zu einer Nervensache.
Bahn 15 – Par 3 – 241 Yards
Das neue Monster von Birkdale. Dieses neu geschaffene Par 3 ersetzt die alte, kurze 14. Bahn. Mit 241 Yards ist es ein extrem langer und härterer Test, besonders wenn der Wind von der Irischen See hereindrückt. Das Grün ist stark onduliert und fällt zu den Seiten hin ab. Ein Par fühlt sich hier an wie ein Birdie.
Bahn 16 – Par 4 – 438 Yards
Ein Loch, das nach rechts wegknickt. Berühmt für den "Palmer-Schlag" von 1961 (siehe unten). Der zweite Schlag muss über ein Tal auf ein erhöhtes Grün gespielt werden.
Bahn 17 – Par 5 – 572 Yards
Das einzige weitere Par 5 des Kurses und eine echte Chance auf ein Birdie kurz vor Schluss. Das Fairway hat zwei markante Senken. Wer zwei sensationelle Schläge zeigt, kann das Grün erreichen, muss aber die zwei gigantischen Bunker vor dem Grün meiden.
Bahn 18 – Par 4 – 508 Yards
Ein monumentales Abschlussloch. Verlängert auf über 500 Yards, führt es direkt auf das ikonische Art-déco-Clubhaus zu. Die Fairwaybunker wurden so versetzt, dass die Profis gezwungen sind, einen absolut geraden, langen Drive zu zeigen. Vor den Augen tausender Fans auf den Tribünen entscheidet sich hier das Turnier.

8. Sternstunden des Golfs: Legendäre Geschichten aus Birkdale
Royal Birkdale war Schauplatz einiger der denkwürdigsten Momente der Golfgeschichte.
Arnold Palmer (1961) – Der Schlag aus dem Gebüsch
1961 gewann der Amerikaner Arnold Palmer die Open in Birkdale und rettete das Turnier im Grunde für die Amerikaner, die das Event davor oft ausließen. Auf der heutigen 16. Bahn lag sein Ball im tiefen Ginsterbusch. Statt zu droppen, hämmerte Palmer den Ball mit einem Eisen 6 aus dem Dickicht direkt aufs Grün. Ein Gedenkstein erinnert heute an diese Stelle.
Jack Nicklaus & Tony Jacklin (1969) – „The Concession“
Es ist der wohl größte Akt des Fairplays in der Sportgeschichte. Beim Ryder Cup 1969 auf Royal Birkdale stand es vor dem letzten Putt am 18. Grün unentschieden. Tony Jacklin (UK) hatte einen knapp 60 Zentimeter langen Putt vor sich, um das Match zu teilen. Jack Nicklaus hob den Ballmarker von Jacklin auf und schenkte ihm den Putt (The Concession), womit das gesamte Turnier zum ersten Mal in der Geschichte unentschieden endete. Nicklaus sagte später: "Ich glaubte nicht, dass du diesen Putt verschfehlen würdest, aber ich wollte dir nicht die Chance geben, es zu tun."
Tom Watson (1983) – Der Meister der Links
Tom Watson feierte 1983 in Birkdale seinen fünften und letzten Open-Sieg. Mit einem grandiosen Eisen-2-Schlag auf das 18. Grün am Sonntag besiegelte er seinen Triumph mit einem Schlag Vorsprung auf Johnny Miller und Hale Irwin.
Jordan Spieth (2017) – Das pure Chaos und das Genie
Nachdem er am Finalsonntag einen Vorsprung von drei Schlägen verspielt hatte, schlug Spieth seinen Abschlag auf der 13 meilenweit nach rechts in die Dünen. Der Ball war unspielbar. Nach einer über 20-minütigen Regel-Diskussion droppte er den Ball auf der weit entfernten Driving Range (die als Ausbesserungsgelände deklariert war). Er rettete ein schier unmögliches Bogey – und spielte danach die Löcher 14 bis 17 in Birdie, Eagle, Birdie, Birdie, um die Claret Jug doch noch zu gewinnen.
9. Ein Platz für alle großen Turniere
Royal Birkdale ist nicht nur Heimat der Herren-Open. Der Club hat eine reiche Geschichte in der Ausrichtung aller bedeutenden Turniere:
- Ryder Cup: Ausgetragen in den Jahren 1965 (Sieg der USA) und 1969 (Das berühmte Unentschieden).
- Women’s British Open: Birkdale war sechsmal Gastgeber, unter anderem gewannen hier Legenden wie Karrie Webb (1997, 2001) und Lorena Ochoa (2006).
- The Amateur Championship: Die Wiege des Amateursports gastierte bereits mehrfach in den Dünen von Southport.
10. Strategie gegen die Elemente: Bunker, Wind & Greenkeeping
Die legendären Bunker
Die Bunker in Birkdale sind künstliche, aber tief in den Boden gegrabene Wände aus gestochenem Rasen (Revetted Bunkers). Die Greenkeeper erneuern diese Wände alle paar Jahre in Handarbeit, indem sie Rasensoden wie Ziegelsteine übereinanderstapeln. Sie funktionieren wie ein physikalischer Filter: Wer drin liegt, muss fast immer nach oben oder hinten herausspielen; ein direkter Schlag Richtung Grün ist oft unmöglich.
Der Taktik-Faktor: Wind und Wetter
Da Birkdale an der Küste liegt, wechselt das Wetter im Minutentakt. Ein Loch, das morgens bei Windstille mit einem Drive und einem Wedge bezwungen wurde, erfordert nachmittags bei steifem Gegenwind vielleicht einen Driver und ein Holz 3. Die Profis spielen daher oft den sogenannten „Stinger“ – einen extrem flach gehaltenen Abschlag mit einem Eisen 2 oder Driver, damit der Wind dem Ball seine Flugbahn nicht rauben kann.
Greenkeeping auf Weltklasseniveau
Die Vorbereitung auf The Open beginnt Jahre im Voraus. Der Head Greenkeeper und sein Team steuern die Härte der Grüns über die exakte Zufuhr von Wasser und Sand (Top-Dressing). Ziel ist es, die Grüns auf eine Geschwindigkeit von etwa 10,5 bis 11 auf dem Stimpmeter zu bringen. Schneller wäre bei den typischen Sturmböen gefährlich, da der Ball sonst von alleine auf dem Grün rollen würde.
11. Statistiken und Rekorde (Royal Birkdale Open Championships)
- Niedrigste Runde in einer Open in Birkdale: 62 – erzielt von Brandt Snedeker im Jahr 2012 (während der Open im Club wurde dieser Rekord auf dem Platz eingestellt).
- Höchster Score an einem Loch (Moderne): 2008 brauchte der Japaner Shigeki Maruyama auf der 14. Bahn (Par 3) nach mehreren Bunkerdramen satte 9 Schläge.
- Bisherige Open-Sieger in Birkdale:
- 1954: Peter Thomson
- 1961: Arnold Palmer
- 1965: Peter Thomson
- 1971: Lee Trevino
- 1976: Johnny Miller
- 1983: Tom Watson
- 1991: Ian Baker-Finch
- 1998: Mark O'Meara
- 2008: Padraig Harrington
- 2017: Jordan Spieth
12. Besucherinformationen: Auf den Spuren der Legenden wandeln
Royal Birkdale ist ein privater Mitgliederclub, öffnet seine Tore aber an ausgewählten Tagen auch für gastierende Golfer (Visitors).
- Mitgliedschaft: Extrem exklusiv, meist nur über Einladung und jahrelange Wartelisten möglich.
- Greenfees: Für Besucher ist das Spielen ein exklusives (und teures) Vergnügen. Die Greenfees variieren je nach Saison stark und liegen in der Hauptsaison meist zwischen 350 und 500 Pfund Sterling pro Runde.
- Anforderungen: Ein offizielles Handicap (meist maximal 24 für Herren/Damen) und der Nachweis von angemessener Golf-Etikette sowie traditioneller Kleidung (Dresscode) sind zwingend erforderlich.
Spannende Anekdote zum Schluss:
Als der legendäre Ben Hogan den Platz das erste Mal sah, schaute er auf die riesigen Dünen und die engen Fairways, atmete tief durch und sagte trocken: "Ich bin froh, dass der Club vergessen hat, die Fairways ganz wegzulassen." Es war das größte Kompliment, das der perfektionistische Amerikaner einem Golfplatz je gemacht hat.